17. Juli 2018

Neuerungen bei der Mustererkennung auf Energiedaten

Wesentliches automatisch entdecken

Seit 2016 ist eine Mustererkennung auf Energieverbrauchsdaten in IngSoft InterWatt verfügbar. Intelligente Algorithmen erkennen typische Verläufe in Energiedaten und legen dem Energiemanager ungewöhnliche Verbrauchsverläufe zur Begutachtung vor. Der Nutzen ist enorm: Auch ohne dass man sich täglich den Lastgang jedes einzelnen Zählers ansieht, kann man sicher sein, dass man keine Probleme verpasst, die aus den Lastgängen ersichtlich wären.

Die konventionelle Alternative zu dieser Art der Mustererkennung wäre es, von Hand entsprechend Min/Max-Hüllkurven zu modellieren und deren Gültigkeit auf bestimmte Tagestypen (z.B. Mo-Do, Feiertage etc.) und Randbedingungen (z.B. bei niedrigen Außentemperaturen) zu beschränken.
In den letzten Releases von IngSoft InterWatt hat IngSoft die Mustererkennung um hilfreiche Funktionen erweitert:

Mehr Feingefühl

Adaptive Bandbreite: Es gibt Zeiten am Tag in denen der Lastgang von ähnlichen Tagen kaum abweicht, z.B. während der Nacht, wenn nur die immer gleichen Geräte im Standby laufen. Zu anderen Zeiten, wenn z.B. die Produktion läuft, gibt es eine größere Bandbreite „normalen“ Energieverbrauchs. Durch eine entsprechende Verbesserung des Algorithmus wird die Überwachung in Zeiten mit sehr regelmäßigem Energieverbrauch schärfer, ohne dass die mit Fehlalarmen zu sonstigen Zeiten erkauft wird.

Mehr Konzentration auf das Wesentliche

Viele Probleme, die mit der Mustererkennung erkannt werden, sind Fehler, die nur an einem Tag auftreten, z.B. vergessenes Licht in der Nacht. Die Information über solche Fehler ist z.B. dann hilfreich, wenn diese Ergebnisse in das Training für das Personal eingehen. Erst wenn ein Schaltfehler oder Defekt länger als ein Tag vorliegt und auf die Ergebnisse der Mustererkennung zeitnah reagiert wird, kann mit der Mustererkennung hingegen unmittelbar Energie und Geld gespart werden.

Die Mustererkennung in IngSoft InterWatt reduziert die Anzahl der zu sichtenden Tagesprofile üblicherweise um den Faktor 30, d.h. pro Zähler wird durchschnittlich nur ein Profil pro Monat als auffällig gemeldet. In Situationen, in denen Hunderte oder Tausende Zähler durch sehr wenig Personal überwacht werden müssen, kann auch das schon zu viel sein.

Für solche Fälle kann die Mustererkennung so konfiguriert werden, dass erst dann Auffälligkeiten an den Benutzer gemeldet werden, wenn mindestens n Tage hintereinander auffällig sind. Somit wird der Energiemanager nicht mit Fehlern behelligt, die sich nach einem Tag selbst heilen.

Weniger Einrichtungsaufwand

Die Mustererkennung kann mit wenigen Mausklicks für Zähler oder ganze Gebäude eingerichtet werden. Wem es zu viel Aufwand ist, diese Klicks bei jedem Zähler oder Gebäude zu wiederholen, der kann nun für alle Elemente im System (oder einen definierten Teil davon) bestimmen, dass automatisch Mustererkennungen angelegt und aktiviert werden. Das gilt sogar auch für Elemente, die nachträglich angelegt werden.

Schnellere Information

Obgleich die eigentlichen Erkennungsalgorithmen Kern der Innovation IngSoft’s sind, bestimmt die Software-Unterstützung für die Prozesse ringsherum über den Nutzwert für die alltägliche Arbeit der Anwender. IngSoft InterWatt bettet die Mustererkennung in eine durchdachte Oberfläche ein, die u.a. bei der Analyse, Klassifizierung und normgerechten Dokumentation der Auffälligkeiten unterstützt. Ein durchgängiges hierarchisches „Ampelsystem“ hilft auch in großen Organisation den Überblick zu behalten. Entdeckte Auffälligkeiten werden sofort sichtbar – wenn man im System eingeloggt ist. Das im Juli 2018 veröffentlichte Release von IngSoft InterWatt bietet für Gelegenheitsanwender eine wichtige Neuerung: Ein Anwender kann sich per E-Mail benachrichtigen lassen, sobald ein wichtiges Ereignis eintritt.


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